Das Golddorf

Niederhelden ist ein Dorf und Ortsteil der Stadt Attendorn im Kreis Olpe (Nordrhein-Westfalen).

Der Ort hat etwas mehr als 300 Einwohner. Er liegt in 287 m Höhe ü. NN am Flüsschen Repe und liegt am Südwestende der Elsper Mulde, dem Südostteil der Attendorn-Elsper Doppelmulde.


Ortsbild und Sehenswürdigkeiten

Im Oberdorf befindet sich die Sankt-Sebastianus-Kapelle, die 1554 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Ortsbild ist geprägt durch fünf jahrhundertealte Fachwerkhöfe und weitere Fachwerkbauten, die an diese traditionelle Bauweise anknüpfen. Oberhalb des Dorfes steht das Heiligenhäuschen, das mit einem Gedenkstein an die durch Niederhelden verlaufende Heidenstraße zwischen Leipzig und Köln erinnert, die im Mittelalter eine bedeutende Heer- und Handelsstraße war.

In der Ortsmitte befindet sich eine unmittelbar an der Repe gelegene Parkanlage mit Spielplatz, Fußballplatz, vielen Brücken und Bänken zum Verweilen. Ebenfalls prägend sind die vielen hundert Meter Hecken. Das Ortsbild und die funktionierende Dorfgemeinschaft sorgten dafür, dass Niederhelden 1985, 1987 und 1989 das Prädikat "Silberdorf" auf Landesebene im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" führen durfte. Im Jahr 1991 wurde der Ort auf Landesebene sogar Golddorf. 2007 kam eine weitere Silberplakette auf Landesebene hinzu. Am 13. September 2009 hatte eine große Niederheldener Delegation auf dem Düsser Bauernmarkt in Ostinghausen (Bad Sassendorf) nach 18 Jahren wieder Grund zum Jubeln. NRW-Landwirtschafsminister Eckhard Uhlenberg verlieh dem Engagement der Niederheldener und dem Dorfbild ein weiteres Mal das Prädikat "Golddorf". Im September 2010 wurde bekannt, dass Niederhelden Bundesgolddorf 2010 wird. Dabei wurde Niederhelden als einziges Dorf in NRW mit der Goldmedaille bewertet und erhielt am 28.01.2011 aus den Händen von Ministerin Ilse Aigner in Berlin die Auszeichnung. Etwa 100 Niederheldener waren mit nach Berlin gereist. Alle Auszeichnungen (Silber- und Goldmedaillen) sind an der Kapelle ausgestellt.


Wirtschaft

Haupteinnahmezweig ist die Gastronomie, gekennzeichnet durch zwei Vier-Sterne-Hotels und zahlreichen Pensionen mit insgesamt rund 300 Betten. Sie löste in einem weitreichenden Prozess den landwirtschaftlichen Erwerb ab. Insgesamt bieten die 10 ortsansässigen Unternehmen 120 Arbeitsplätze.


Dorfgemeinschaft

Die Dorfgemeinschaft pflegt noch heute uralte Traditionen, zu denen das Neujahrssingen, das Dreikönigssingen, das Würstesingen und der Würsteball zu Karneval, das Klappern und das Osterfeuer zu Ostern, das inoffizielle Dorfschützenfest, das Kapellenfest, sowie der allmonatliche Herren- und Damenstammtisch gehören.

Vor wenigen Jahren richtete die Dorfgemeinschaft den "Natur-im-Dorf-Pfad" ein, auf dem mehrere Stationen über die ökologischen und biosphärischen Aspekte informieren. Als besonders vorteilhaft für die Dorfbevölkerung erweist sich seit mehr als hundert Jahren die eigenständige Wassergewinnung und -versorgung, die durch zwei verschiedene Interessensvereine (Oberdorf und Unterdorf) betrieben wird. Das südöstlich angrenzende Bilsteiner Bergland bietet reichhaltige Wasserquellen, die selbst im Sommer nicht austrocknen und daher eine flächendeckende und kontinuierliche Wasserversorgung gewährleisten.


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